Rolf Aldag: Erfolgreiche Marathonpremiere in Hamburg

- Rolf Aldag in Hamburg. Foto: Katja Haubold
Hamburg, 23. April 2006 (sts). Jetzt ist Rolf Aldag wirklich ein Marathon-Mann. Mit starken 2:42:57 Stunden feierte der ehemalige Radprofi beim Marathon in Hamburg einen gelungenen Einstand im Lager der Langstreckenläufer. Dabei sieht er seine Grenzen noch lange nicht ausgereizt. „Das war in den vergangenen vier Wochen wohl mein schlechtester Tag“, meinte Aldag nach dem Rennen. Schon nach wenigen Kilometer gab es muskuläre Probleme und im letzten Drittel musste Aldag etwas Tempo rausnehmen. „Also eine hohe 2:30 ist sicherlich machbar“, so Aldag.
Zumal die Vorbereitung von Aldag keineswegs als optimal bezeichnet werden kann. „Mein Trainer hat mir ein Vorbereitungsprogramm von ungefähr 1300 Kilometern aufgeschrieben, davon habe ich aber nichtmal die Hälfte geschafft. Zu mehr hatte ich keine Lust und keine Zeit“, so Aldag. Begeistert hat ihn bei seinem ersten Marathon vor allem die Atmosphäre. „Beim Radfahren bekommt man die Zuschauer ja nur als Geräuschkulisse mit, beim Laufen hört man ja einzelne Rufe“, hat Aldag festgestellt. Nur einen Spruch habe er über Gebühr oft gehört: „Das habe ich wohl meinem Kollegen Udo Bölts zu verdanken. Quäl Dich, Du Sau, das war der Standard-Spruch“, so Aldag.
Obwohl noch nicht am Ende seiner Möglichkeiten, ist ein weiterer Marathonstart derzeit nicht geplant. Einzig Lance Armstrong könnte Aldag schon dazu reizen, einen weiteren Marathon zu laufen. „Er will ja in New York laufen. Ich hätte schon Lust, ihn da zu schlagen“, so Aldag.
